01 · Einordnung
Kein System passt überall: Was die dena-Factsheets zeigen
Das dena-Gebäudeforum hat seine Factsheets zu Heizungssystemen für Ein- und Zweifamilienhäuser im Gebäudebestand aktualisiert. Die 16 Blätter behandeln Wärmepumpen, Hybridheizungen, Biomasse-, Gas-, Öl- und Stromsysteme sowie Wärmenetze, jeweils mit Funktionsweise, technischen Voraussetzungen, Effizienz, Kosten und Fördermöglichkeiten. Dazu kommen Factsheets zu vier Mehrfamilienhaus-Mustergebäuden, die Versorgungsvarianten mit erneuerbaren Energien durchrechnen. Die dena betont, dass die Texte eine Fach- oder Ausführungsplanung in keinem Fall ersetzen.
Rechtlich ist das nicht neu: Die §§ 42 bis 46 des GModG gelten seit dem 29. Juli 2026. Die 65-Prozent-Pflicht des früheren Gebäudeenergiegesetzes entfällt, Gas- und Ölheizungen dürfen weiter eingebaut werden, müssen ab 2029 aber steigende Anteile klimaneutraler Brennstoffe nutzen. Wie die Stufen des Gesetzes zeitlich greifen, erklärt unser Beitrag zum vierstufigen Zeitplan des Gebäudemodernisierungsgesetzes. Was die Factsheets zusätzlich liefern, ist die fachliche Antwort auf die Praxisfrage: Welche Lösung passt zu welchem Gebäude? Sie lautet nicht „das beste System“, sondern „es hängt vom Gebäude ab“.
Quelle: dena-Gebäudeforum, Erneuerbare Wärme in Gebäuden: Heizungssysteme für Ein- und Zweifamilienhäuser (Stand Oktober 2026), und Hintergrund-Factsheets (Stand 08/2026 und 09/2026), abgerufen am 27.10.2026.
02 · Gebäude
Heizlast und Gebäudezustand entscheiden, was technisch möglich ist
Bevor Systeme verglichen werden, braucht jedes Projekt drei Gebäudekennwerte: die Heizlast, die im Bestand tatsächlich nötige Vorlauftemperatur und den Zustand der Heizflächen. Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nennt die dena mit Heizkörpern Vorlauftemperaturen von 50 bis 60 °C als Zielwert. Im Bestand lassen sich die Systemtemperaturen oft nur mit einem teilweisen Heizflächentausch deutlich senken. Eine Heizlastberechnung und ein hydraulischer Abgleich sind in jedem Fall durchzuführen.
Wie stark die Vorlauftemperatur auf die Effizienz durchschlägt, zeigen die dena-Kennwerte: Bei -7 °C Außentemperatur erreicht eine marktgängige Luft-Wasser-Wärmepumpe auf niedrigem Temperaturniveau (35/28 °C) eine Leistungszahl von 2,8, auf mittlerem Niveau (55/45 °C) nur 2,0. Über das Jahr liegt die Jahresarbeitszahl bei mittlerem Niveau typischerweise zwischen 2,8 und 3,2.
Für Ein- und Zweifamilienhäuser rechnet die dena mit zwei Verbrauchsfällen: 15.000 kWh pro Jahr für ein kleineres Haus mit gutem Wärmeschutz (110 m² Wohnfläche) und 29.000 kWh pro Jahr für ein größeres Haus mit schlechtem Wärmeschutz (150 m² Wohnfläche). Maßnahmen an der Gebäudehülle sind in diesen Werten nicht berücksichtigt; die dena empfiehlt, sie über einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) in die Entscheidung einzubeziehen.
Heizlast ist auch Fördervoraussetzung
Eine belastbare Heizlast ist nicht nur Auslegungsgrundlage, sondern Teil der Förderlogik. Warum die BEG-Förderung den hydraulischen Abgleich verlangt, erklärt unser Beitrag zu Heizlast und hydraulischem Abgleich als Fördervoraussetzung.
Quelle: dena-Gebäudeforum, Factsheets Luft-Wasser-Wärmepumpe (Stand 08/2026) und Hintergrund-Factsheet (Stand 08/2026), abgerufen am 27.10.2026.
03 · Systeme
Die wichtigsten Systeme und ihre Voraussetzungen
Die Tabelle fasst sechs Systeme aus den Factsheets zusammen, redaktionell verdichtet und nicht als Rangfolge gemeint. Daneben nennen die dena-Factsheets unter anderem Solarthermie-Hybridheizungen, Stromdirektheizungen, Brennstoffzellen, Hackschnitzel- und Scheitholzkessel sowie Öl-Brennwertkessel; diese Systeme behandelt dieser Beitrag nicht im Einzelnen.
Heizungssysteme im Bestand: Voraussetzungen und Grenzen
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System |
Voraussetzung am Gebäude |
Grenze oder Hinweis |
GModG und Förderung |
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Luft-Wasser-Wärmepumpe |
Aufstellort mit Schallabstand zu Wohn- und Schlafräumen sowie Nachbargrundstücken; Vorlauf 50 bis 60 °C anzustreben |
Effizienz sinkt mit der Außentemperatur; Schallleistungspegel etwa 45 bis 60 dB(A) |
Vorgabe erfüllt; BEG-Förderung mit Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 |
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Sole-Wasser-Wärmepumpe |
Grundstück mit Platz und Zugang für das Bohrgerät (Erdsonden) oder freier Fläche (Erdkollektor) |
Höhere Investition; in der Regel Genehmigung nötig; Jahresarbeitszahl typisch 3,6 bis 4,0 |
Vorgabe erfüllt; BEG-Förderung wie bei Wärmepumpen |
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Wärmepumpen-Hybrid mit Gas-Brennwertkessel |
Heizlastberechnung; Wärmepumpe mit mindestens 30 Prozent der Heizlast (parallel) oder 40 Prozent (alternativ); gemeinsame Steuerung |
Gaskessel bleibt für die volle Wärmeversorgung nötig; auch höhere Vorlauftemperaturen möglich |
Vorgabe erfüllt; Wärmepumpe wird gefördert, der Gaskessel nicht |
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Pelletkessel |
Lagerraum und Anlieferung; Raumvolumen für eine Jahresfüllung etwa Heizlast in kW × 0,9 m³ |
Platzbedarf für Lager und Austragung; Brennstoffherkunft und Feinstaub beachten |
Vorgabe erfüllt; Förderung bei Raumheizungsnutzungsgrad von mindestens 81 Prozent |
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Wärmenetz-Anschluss |
Netz vor Ort verfügbar; Hausübergabestation; kommunale Anschlussbedingungen prüfen |
Preise regional sehr unterschiedlich; Vertragsbindung; gegebenenfalls Anschluss- und Benutzungszwang |
Vorgabe erfüllt; Anschluss förderfähig |
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Gas-Brennwertkessel |
Gasanschluss; Abgassystem; geringer Platzbedarf |
Ab 2029 mindestens 10 Prozent klimaneutrale Brennstoffe, ab 2030 15, ab 2035 30 und ab 2040 60 Prozent; CO2-Preis wirkt auf die Kosten |
Zulässig; keine BEG-Förderung |
Quelle: dena-Gebäudeforum, Factsheets zu Luft-Wasser-, Sole-Wasser-Wärmepumpe, Wärmepumpen-Hybridheizung, Pelletkessel, Wärmenetzen und Gas-Brennwertkessel (Stand 08/2026 und 09/2026), abgerufen am 27.10.2026. Die Tabelle ist eine redaktionelle Zusammenfassung.
04 · Einfamilienhaus
Im Ein- und Zweifamilienhaus: Fünf Prüffragen führen zum passenden System
Aus den Factsheets lässt sich eine einfache Prüfreihenfolge ableiten. Sie ersetzt keine Planung, zeigt aber, an welchen Gebäudemerkmalen sich die Auswahl entscheidet:
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Welche Vorlauftemperatur braucht das Haus? Liegt sie mit den vorhandenen Heizkörpern deutlich über 60 °C und sollen die Heizflächen nicht getauscht werden, bleibt ein effizienter Wärmepumpenbetrieb an einen teilweisen Heizflächentausch gebunden. Ein Hybridsystem kann dagegen auch höhere Systemtemperaturen bereitstellen.
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Welche Wärmequelle ist auf dem Grundstück erschließbar? Bietet das Grundstück Zugang für ein Bohrgerät, erreicht eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit typisch 3,6 bis 4,0 eine höhere Jahresarbeitszahl als die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 2,8 bis 3,2, kostet aber deutlich mehr in der Erschließung.
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Wohin kann ein Außengerät, ohne Nachbarn zu stören? Ein Split-Gerät hat die kleinere Außeneinheit und erleichtert die Wahl des Aufstellorts. Ob das Gerät auch förderfähig ist, hängt vom Schallpegel ab; die Grundlagen dazu finden Sie unter Schallschutz als Förderkriterium für Luft-Wasser-Wärmepumpen.
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Wird die Gebäudehülle bald saniert? Dann kann die Wärmepumpe eines Hybridsystems auf die Heizlast nach der Sanierung ausgelegt werden; der getrennt aufgestellte Gaskessel kann gegebenenfalls später entfallen. Dafür ist vorab eine detaillierte Heizlastberechnung nötig.
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Gibt es ein Wärmenetz oder Platz für ein Brennstofflager? Ein Netzanschluss hängt von der örtlichen Planung und möglichen Anschlussbedingungen ab; wie Kommunen Wärmepläne umsetzen, beschreibt unser Beitrag zur Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. Ein Pelletkessel braucht Lagerraum und Anlieferung.
Quelle: dena-Gebäudeforum, Factsheets zu Wärmepumpen, Wärmepumpen-Hybridheizung, Pelletkessel und Wärmenetzen (Stand 08/2026 und 09/2026), abgerufen am 27.10.2026. Die Prüfreihenfolge ist eine redaktionelle Ableitung.
05 · Mehrfamilienhaus
Im Mehrfamilienhaus entscheidet die Bebauungsform mit
Die vier Mustergebäude der dena bilden typische Bauformen des mehrgeschossigen Wohnungsbestands ab: ein freistehendes Haus mit sechs Wohneinheiten, ein freistehendes Haus mit 24 Wohneinheiten, eine Zeilenbebauung mit 24 Wohneinheiten und eine Blockrandbebauung mit zwölf Wohneinheiten, jeweils im sanierten und im teilsanierten Zustand. Verglichen werden Pelletkessel, Brennwertkessel für grüne Gase, der Anschluss an ein bestehendes Wärmenetz sowie Außenluft-, Erdsonden- und Abwasser-Wärmepumpen. Die dena weist darauf hin, dass diese Varianten zum Teil über das GModG hinausgehen, das auch eine anteilige Versorgung mit erneuerbaren Energien zulässt.
Ein zweiter Hebel ist die gemeinschaftliche Erschließung einer Wärmequelle für mehrere Gebäude. Ob sie sich lohnt, hängt laut dena von der Wärmeliniendichte ab, also der Wärmemenge pro Leitungslänge. Bei freistehenden Gebäuden liegen die Baukörper weit auseinander, was zu langen Leitungen und höheren Verteilverlusten führt. In der Zeilenbebauung verbessern kürzere Leitungen die Voraussetzungen deutlich, die Blockrandbebauung bietet wegen des direkten Gebäudeverbunds die günstigsten Bedingungen. Dagegen stehen Aufwand für Eigentümerabstimmung und Betreiberfrage.
Für Heizungsanlagen in Gebäuden ab sechs Wohnungen verlangt das GModG außerdem Prüf- und Nachweispflichten. Welche das sind, beschreibt unser Beitrag zu den Nachweispflichten bei Heizungsanlagen ab sechs Wohnungen.
Quelle: dena-Gebäudeforum, Hintergrund-Factsheet Erneuerbare Wärme in Mehrfamilienhäusern (Stand 09/2026), abgerufen am 27.10.2026.
06 · Kosten
Wirtschaftlichkeit: Vollkosten statt Anschaffungspreis
Der Anschaffungspreis allein sagt wenig über die Wirtschaftlichkeit. Die dena empfiehlt eine Vollkostenrechnung nach VDI 2067 mit kapitalgebundenen, betriebsgebundenen und bedarfsgebundenen Kosten über einen Betrachtungszeitraum, oft 20 Jahre, mit einem Diskontierungsfaktor von 2,5 Prozent pro Jahr. Als Ausgangspunkt nennen die Ein- und Zweifamilienhaus-Factsheets typische Werte, hier für sechs Systeme gegenübergestellt:
Typische Kosten laut dena (inklusive Mehrwertsteuer)
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System |
Investition |
Energiekosten pro Jahr |
Anmerkung |
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Luft-Wasser-Wärmepumpe |
25.000 € plus 6.000 € Heizflächenaustausch |
1.200 bis 2.300 € |
mit Wärmepumpentarif |
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Sole-Wasser-Wärmepumpe |
28.000 € plus 17.000 € Erdsonde (Erdkollektor 10.000 €) plus 6.000 € Heizflächen |
1.000 bis 1.900 € |
mit Wärmepumpentarif |
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Wärmepumpen-Hybrid mit Gas |
28.000 € plus 6.000 € Heizflächenaustausch |
1.700 bis 3.200 € |
Gas und Strom |
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Pelletkessel |
24.000 € plus 4.500 € Lagerung und Austragung |
900 bis 1.600 € |
Variante mit solarer Trinkwassererwärmung (weitere 9.500 €) |
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Wärmenetz-Anschluss |
11.000 € Übergabestation plus 4.900 € Hausanschluss |
2.000 bis 3.700 € |
Preise regional sehr unterschiedlich |
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Gas-Brennwertkessel |
9.000 € Kessel mit Abgassystem plus 2.500 € Warmwasserspeicher |
2.600 bis 4.800 € |
enthält CO2-Preis |
Quelle: dena-Gebäudeforum, Factsheets zu Heizungssystemen (Stand 08/2026 und 09/2026), abgerufen am 27.10.2026. Energiekosten für Heizung und Trinkwassererwärmung bei den zwei Verbrauchsfällen 15.000 und 29.000 kWh pro Jahr, gerechnet mit dem Energiepreis-Mittelwert der Jahre 2022 bis 2041. Typische Werte, im Einzelfall sind Abweichungen möglich; die Förderung ist projektspezifisch zu rechnen.
Bei Mehrfamilienhäusern rechnet die dena mit Mischpreisen aus Grund- und Arbeitspreis in Euro pro Megawattstunde (netto, von der dena 2025 ermittelt): Holzpellets 52 bis 68, Strom für Wärmepumpen 191 bis 288 und Fernwärme 90 bis 210. Die Spanne bei Fernwärme ist breit, weshalb regionale Preise vor einer Kostenschätzung erfragt werden sollten. Die Investitionswerte des KWW-Technikkatalogs taugen laut dena nur für erste vergleichende Berechnungen und ersetzen keine projektspezifische Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Bei der Förderung gilt: Wärmepumpen, Biomasse, Solarthermie und der Anschluss an Wärme- oder Gebäudenetze erhalten 30 Prozent Grundförderung; die Förderung ist auf 46 Prozent begrenzt, selbstnutzende Eigentümer können bis zu 80 Prozent erreichen. Gas- und Ölheizungen werden grundsätzlich nicht gefördert. Wie hoch der maximale Zuschuss je Antragsdatum und Einkommen ausfällt, zeigt unser Beitrag zum maximalen Zuschuss je Antragsdatum und Einkommen bis 2030.
Quelle: dena-Gebäudeforum, Hintergrund-Factsheets Ein- und Zweifamilienhäuser (Stand 08/2026) und Mehrfamilienhäuser (Stand 09/2026), abgerufen am 27.10.2026.
07 · Variantenvergleich
Variantenvergleich in der Praxis: Gebäudedaten einmal erfassen, Varianten mehrfach rechnen
Ein belastbarer Vergleich beginnt nicht bei den Systemen, sondern bei den Gebäudedaten. Je weniger Daten zwischen den Arbeitsschritten neu eingegeben werden, desto schneller lassen sich mehrere Varianten durchspielen. Diese Reihenfolge hat sich für den Vergleich bewährt:
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Gebäude aufnehmen. Geometrie, Bauteile und Heizflächen einmal erfassen und für alle Varianten nutzen.
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Heizlast rechnen. Raumweise Heizlast nach DIN/TS 12831-1 als gemeinsame Grundlage.
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Vorlauftemperatur und Heizflächen prüfen. Hier entscheidet sich, welche Systeme ohne größere Umbauten infrage kommen.
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Erzeuger auslegen. Leistung und Betriebsweise je Variante bestimmen, etwa die Wärmepumpe als Anteil der Heizlast im Hybridsystem.
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Kosten gegenüberstellen. Investition, Betrieb und Energie über den Betrachtungszeitraum vergleichen; die Förderung projektspezifisch ergänzen.
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Ergebnis dokumentieren. Annahmen und Ergebnis so festhalten, dass die Kundin oder der Kunde die Empfehlung nachvollziehen kann.
Hottgenroth-Software unterstützt diese Schritte mit der Datenbasis: Die TGA-Heizlast-Software berechnet die Heizlast nach DIN/TS 12831-1 und gibt die Ergebnisse an Folgeprogramme weiter. Der Wärmepumpen-Berater übernimmt die Heizlast, legt Wärmepumpen nach VDI 4645 aus und bietet eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für den Investitions- und Betriebskostenvergleich. Im Energieberater Wohnen & Gewerbe lassen sich Sanierungsfahrpläne (iSFP) erstellen und die Anlagentechnik im Detail erfassen. Die Gegenüberstellung der Systeme selbst bleibt eine fachliche Entscheidung auf dieser Datenbasis.
Wie Betriebe die Schritte ohne Mehrfacherfassung abwickeln, zeigt unser Beitrag zur digitalen Wärmepumpenplanung ohne Insellösungen. Steht die Systemwahl, folgt die Auslegung im Gesamtsystem: Wärmepumpe, PV und Speicher als Gesamtsystem planen.
08 · Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Heizungstausch und zur Systemwahl
Gibt es das beste Heizsystem für ein Bestandsgebäude?
Nein. Die dena-Factsheets beschreiben jedes System einzeln mit Voraussetzungen, Effizienz, Kosten und Förderung und betonen, dass sie keine Fach- oder Ausführungsplanung ersetzen. Welches System passt, ergibt sich aus Heizlast, Vorlauftemperatur, Platz, Wärmequelle und Wirtschaftlichkeit des konkreten Gebäudes.
Muss eine neue Heizung weiterhin zu 65 Prozent erneuerbar sein?
Nein, die 65-Prozent-Vorgabe des früheren Gebäudeenergiegesetzes entfällt im GModG. Für neue Heizungen nennt das Gesetz Erfüllungsoptionen wie Wärmepumpe, Wärmenetz-Anschluss, Biomasse und Hybridheizung. Gas- und Ölheizungen bleiben zulässig, müssen aber ab 2029 steigende Anteile klimaneutraler Brennstoffe nutzen.
Welchen Anteil muss die Wärmepumpe in einer Hybridheizung tragen?
Bei bivalent parallelem oder teilparallelem Betrieb mindestens 30 Prozent der Heizlast des Gebäudes, bei bivalent alternativem Betrieb mindestens 40 Prozent. Zusätzlich braucht das System eine gemeinsame, fernansprechbare Steuerung und die Wärmepumpe Vorrang.
Wird eine Hybridheizung mit Gaskessel gefördert?
Gefördert wird die Luft-Wasser-Wärmepumpe im Hybridsystem, nicht der Gaskessel. Für die Antragstellung müssen die Kosten im Angebot getrennt für Wärmepumpe und Gas-Brennwertkessel ausgewiesen sein.
Reichen die Kostenangaben der dena für ein Angebot?
Nein. Es sind typische Werte inklusive Mehrwertsteuer; Energiepreise, Anschlusskosten sowie Investitions- und Wartungskosten können je nach Anbieter, Region und Jahreszeit abweichen. Sie eignen sich als Orientierung für erste Vergleiche, nicht als Kalkulation eines konkreten Projekts.
09 · Nachweise
Quellen und fachliche Einordnung
Abgerufen am 27.10.2026. Tabellen und Prüffragen sind redaktionelle Ableitungen aus den dena-Factsheets und ersetzen weder Fach- oder Ausführungsplanung noch Rechtsberatung. Maßgeblich sind der Gesetzestext und die Förderrichtlinie in der jeweils geltenden Fassung.